Wie ich arbeite

Was ist systemische Beratung?

Wenn etwas schwierig wird, suchen wir oft nach der einen Ursache – oder nach dem einen Menschen, bei dem das Problem liegt. Die systemische Sichtweise geht einen anderen Weg.

Sie schaut auf die Zusammenhänge, in denen wir leben: auf Familie, Partnerschaft, Arbeit, Freundeskreis, auf unsere Geschichte und darauf, wie all das zusammenwirkt. Denn niemand ist allein unterwegs. Was ein Mensch tut, hat mit den Menschen um ihn herum zu tun – und wirkt auf sie zurück.

Das hat eine hoffnungsvolle Seite: Wenn sich an einer Stelle etwas bewegt, verändert sich meist auch anderes mit. Manchmal reicht ein kleiner Schritt, um ein Muster zu durchbrechen, das lange festgefahren war.

Was das für unsere Arbeit bedeutet

  • Sie sind die Fachperson für Ihr Leben. Ich bringe keine fertigen Lösungen mit. Ich stelle Fragen, die neue Blickwinkel eröffnen, und suche gemeinsam mit Ihnen.
  • Es geht um Ressourcen, nicht um Defizite. Wir schauen darauf, was Sie können, was schon funktioniert und was Ihnen bisher geholfen hat.
  • Es gibt keine Schuldigen. Wir suchen nicht danach, wer etwas falsch gemacht hat, sondern danach, was helfen kann.
  • Sie bestimmen das Tempo. Was Thema wird und wie weit wir gehen, entscheiden Sie.
  • Verhalten hat immer einen Sinn. Auch das, was von außen unverständlich wirkt, hatte irgendwann einen guten Grund. Diesen Grund zu verstehen, ist oft der Anfang von Veränderung.

Wie ich arbeite

Gespräche sind ein wichtiger Teil meiner Arbeit – aber nicht der einzige. Vieles lässt sich leichter zeigen als sagen. Deshalb arbeite ich mit Bildern, Material und Bewegung. Das hilft besonders dann, wenn Worte fehlen, wenn ein Thema schwer zu fassen ist oder wenn Kinder beteiligt sind.

Was zum Einsatz kommt, richtet sich nach Ihnen. Sie entscheiden mit, und Sie müssen nichts tun, was sich nicht stimmig anfühlt.

Systemische Fragen

Fragen, die etwas in Bewegung bringen. Zum Beispiel: Was würde Ihre Tochter sagen, wenn ich sie fragte? Woran würden Sie merken, dass es besser wird? Was müsste passieren, damit es schlechter wird? Solche Fragen führen oft zu Antworten, die überraschen – auch die Person, die sie gibt.

Bilder und Metaphern, Metaphorische Karten

Ein Bild sagt manchmal mehr als eine lange Erklärung. Mit Kartensets voller Bilder und Symbole finden Menschen Worte für etwas, das vorher unklar war. Sie wählen ein Bild – und plötzlich lässt sich beschreiben, wie sich eine Situation anfühlt.

Familienbrett und Systembrett

Kleine Figuren auf einem Brett stellen dar, wer zu einem System gehört und wie die Menschen zueinander stehen: wer nah beieinander ist, wer abgewandt, wer außen vor. Das macht Beziehungen sichtbar. Und man kann die Figuren verschieben und ausprobieren, wie es wäre, wenn etwas anders wäre.

Bodenanker

Manchmal ist es hilfreich, ein Thema nicht nur zu besprechen, sondern sich hineinzustellen. Mit Markierungen auf dem Boden werden Positionen, Zeitpunkte oder Möglichkeiten begehbar. Der Wechsel des Standortes verändert oft auch den Blick.

Kreatives Arbeiten mit Kindern

Kinder erzählen selten auf Nachfrage. Sie zeigen, was sie beschäftigt – im Malen, Kneten, Basteln und Spielen. Deshalb liegt bei mir Material bereit, und wir nutzen es. Was dabei entsteht, muss nicht schön sein und wird nicht bewertet.

Arbeit im Sand

Im Sandkasten entstehen kleine Welten: mit Figuren, Steinen, Tieren, Häusern. Kinder wie Erwachsene können hier eine Situation aufbauen, sie von außen betrachten und verändern. Für viele ist das ein leichterer Zugang als ein Gespräch.

Flauschi

In der Arbeit mit Kindern unterstützt mich meine Handpuppe Flauschi. Flauschi darf Fragen stellen, die von einer Erwachsenen zu direkt wären. Flauschi versteht manches nicht auf Anhieb, hat selbst Sorgen und muss auch mal getröstet werden. Kindern fällt es oft leichter, mit Flauschi zu sprechen als mit mir – und das ist völlig in Ordnung.


Für wen ist das geeignet?

Für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen, Paare und ganze Familien. Sie brauchen keine Vorerfahrung und keine Vorbereitung. Sie müssen auch nicht wissen, wie Ihr Anliegen genau heißt – das finden wir gemeinsam heraus.

Beratung ist freiwillig. Sie entscheiden, ob Sie kommen, worüber wir sprechen und wann es genug ist. Alles, was Sie mir erzählen, bleibt vertraulich.

Nächster Schritt

Im ersten Gespräch lernen wir uns kennen und klären, worum es geht und ob ich für Ihr Anliegen die Richtige bin. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir.

  • Telefon: +49 176 34521179
  • E-Mail: beratung (at) natalya-hanf (.) de